Aktivitätenkoffer

Zur Theorie: Durch Kurzzeitaktivierungen und kleine Beschäftigungsspiele soll ein neuer vertiefender Zugang zum Klientel geschaffen werden.

Ob Einzel- oder Gruppenangebote, das Inventar des Koffers soll die Beziehung zwischen Betreuern und Bewohnern stärken, neue Zugänge ermöglichen, den Klienten sowohl kognitiv, motorisch, als auch sozial fördern und fordern, den Mitarbeitern mehr Möglichkeiten zur individuellen Betreuung geben und Individualität und Kreativität fördern.
Auch geschlechtsspezifische Angebote sollen hierbei bedacht werden.
Diese Ziele sollen erreicht werden durch Aktivierungen in den Bereichen der:

  • Basalen Stimulation
  • Fühlschnüre
  • Musiktherapie
  • Gymnastik und Körperbewegung
  • Kognitiv aktivierenden Spiele
  • Biographiearbeit
  • Milieutherapie uvm.

AktikoBeispiel für eine Fühlschnur

Ziel ist es, durch Anregungen, Konzepte  und Anleitungen zur Methodik durchführbare, unkomplizierte und individuelle Aktivitäten zu vermitteln, die Raum lassen für Individualität und Kreativität der Betreuer und der Klienten. Hierbei ist das übergeordnete Ziel der Erhalt und die Steigerung der Lebensqualität.

FühlbeutelFühlbeutel

Zur Praxis: Für die Materialsammlung wurden alltagstaugliche und praktische  Spielanleitungen, Übungsmaterial, kleine Hintergrundlektüren, Konzept- und Gestaltungsideen zusammengestellt, um den Alltag in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung  abwechslungsreicher und  bedürfnisorientierter zu gestalten.
Die Anleitungen werden im Ampelsystem verschiedenen Schwierigkeitsgraden zugeordnet.
Außerdem kennzeichnen Symbole, wie z. B. der  Mund, die für die Aktivität notwendige Fähigkeit zu sprechen, anzeigt oder die beiden Geschlechtssymbole um übersichtlich darzustellen welche Beschäftigungen   geschlechtsspezifisch sind.
In den letzten Wochen wurde begonnen, Interviews mit Einrichtungen und deren Bewohnern zu führen. Grundsätzlich geht es darum, den Bedarf der Einrichtungen und Klienten zu erfassen, um eine Bedarfsstruktur erstellen zu können und den Koffer den Bedürfnissen der Institutionen anpassen und weiterentwickeln zu können.
Die ersten Schritte sind bereits getan, und der Koffer füllt sich stetig mit tollen neuen Vorschlägen die wir auch durch die Gespräche mit den Einrichtungen erhalten.
Auf die Erprobung in den Einrichtungen sind wir bereits gespannt!